Für einige ist es längst ein harter Wettbewerbsfaktor, für viele aber immer noch Sozialklimbim: familienbewusste Personalpolitik. Laut einer repräsentativen Umfrage des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft schätzen rund 70 Prozent der deutschen Unternehmen die Bedeutung des Themas Familienfreundlichkeit als gering ein. “Viele Firmen verbinden mit Familienfreundlichkeit Kosten und bürokratischen Aufwand”, erklärt Stefan Becker den Status quo. Als Geschäftsführer der Beruf und Familie GmbH, einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Frankfurt, hat Becker es zu seinem Beruf gemacht, Familienbewusstsein in den Chefetagen deutscher Unternehmen zu verbreiten. Becker ist sich sicher: “Familienbewusste Personalpolitik wird zu einem immer wichtigeren Wettbewerbsfaktor im Wettkampf um Fachkräfte und Spezialisten.”
Nicht von ungefähr trat die Beruf und Familie GmbH daher als Partner des Wettbewerbs “Erfolgsfaktor Familie 2005” auf. Unter der Federführung des Familienministeriums wurden im Rahmen des Wettbewerbs Unternehmen mit herausragendem familienfreundlichem Engagement gesucht und Ende Mai 2005 im Bundeskanzleramt vom Hausherren Gerhard Schröder und der Familienministerin Renate Schmidt prämiert.
Extras:
- Service: Fünf Linktipps zu Informationen rund um das Thema Balance von Familie und Beruf sowie Hinweise auf Einrichtungen und Unternehmen, die bei Implementierung familienbewusster Personalpolitik unterstützen.