Der Wunsch, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, steckt wohl in einem jeden Menschen. Auch Führungskräfte verspüren ihn, insbesondere wenn es darum geht, dass eigene Führungsverhalten und die eigene Führungskompetenz zu beleuchten. Im Unternehmensumfeld bietet sich ihnen diese Möglichkeit jedoch nur sehr eingeschränkt, vor allem aus zwei Gründen.
Erstens: In den meisten Unternehmen ist Metakommunikation über Kommunikation und Kooperation eher tabuisiert. Die inoffiziellen Spielregeln lassen lediglich output-orientierten Austausch zu. Geredet wird über Zahlen, Ergebnisse – über Verhalten spricht man nicht und schon gar nicht kommentiert man es direkt. Zweitens: Selbst wenn die Kommunikationskultur einen solchen Austausch zulässt, scheuen Führungskräfte davor zurück, gegenüber Kollegen Unsicherheiten und Fragen zum eigenen Führungsverhalten zu äußern. Sie fürchten, dass ihnen dies als Schwäche ausgelegt werden könnte und letztlich der Karriere schadet.
Eine Plattform für kollegialen Austausch unter Führungskräften – und damit eine Lösung für dieses Dilemma – bietet die Methode Gruppencoaching. Sie ist quasi eine Synthese aus (angeleiteter) kollegialer Beratung und Coaching.
Extras:- Gruppencoaching im Stenogramm: Charakteristika, Vorteile und Nachteile
- Erfahrungsbericht eines Gruppencoachs: Die Reise nach Jerusalem